
Ein Passivhaus ist zunächst ein Gebäude mit sehr guter Wärmedämmung.
Da es bei unkontrollierter (Fenster-)Lüftung nicht möglich ist,
die Wärme bei guter Luftqualität im Raum zu erhalten, sind Passivhäuser
mit einer mechanischen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
ausgestattet. Die Anlage ersetzt die verbrauchte Raumluft ständig durch
Frischluft. Auch im Sommer lässt sich mit den beschriebenen Maßnahmen
ein angenehmes Klima gut aufrecht erhalten. Die Betriebskosten eines Passivhauses
sind, wie die der Lüftungsanlage, äußerst gering.
Passivhäuser plane ich bevorzugt als Holzbau oder mit Holzbau-Komponenten.
Für den Wandaufbau habe ich gute Erfahrungen mit dem Bausystem des
Ingenieurbüro Naumann & Stahr aus Leipzig gesammelt. Neben der hohen Flexibilität
zeichnet sich das System durch einen sehr guten Wärme-, Schall- und Brandschutz,
sowie die ökologische Bewertung aller Baustoffe aus. Für die luftdichte
Ebene und als Dampfsperre kommen beispielsweise keine Folien zum Einsatz.
Als Dämmstoff werden Zelluloseflocken verwendet.
![]() |
![]() |
| Das Außenwandsystem Naumann & Stahr im Bauvorhaben Holbeinstr., Dresden Alle Hohlräume werden mit Zellulosedämmung ausgeblasen |
Ingenieurbüro
Naumann & Stahr / Passivhaus
Institut
© Heiko Behrens